Atempause.
Von der wohltuenden Stille, wenn der Mund einmal zu ist und wir nicht immer Terminen und Zeitplänen hinterherjagen


Montagmorgen und der Terminkalender ist bis zum Anschlag voll mit Terminen, Verabredungen, Meetings und anderen Verpflichtungen, die wir unbedingt in dieser Woche schaffen müssen.
Und ich sehe es schon kommen: Kommunikation, Reden, Quatschen und Überzeugen den ganzen Tag und ohne Pause! Geht das denn vielleicht auch anders?

Gönn dir einen Arbeitstag ohne Termine
Irgendwann hatte ich die Nase echt voll, dass meine Arbeitstage schon Wochen im Voraus komplett überfüllt waren und ich keinen einzigen Tag hatte, um im Büro einmal all die Sachen zu machen, die immer liegen bleiben, weil ich unterwegs bin.
Praktischer Nebeneffekt: Leg doch mal das Handy etwas weiter weg, dann schaffst du sogar noch viel mehr, wenn wir uns nicht immer unterbrechen lassen.

Der Schweigefuchs, das stille Einhorn und wie sie sonst noch alle heißen
Wer den lieben langen Tag quatscht und quasselt, verliert den Blick wie kreativ wir sein können, wenn der Mund einmal geschlossen ist. Lass deinen Gedanken einmal freien Lauf, anstatt zu versuchen alles in Worte zu fassen und mitzuteilen. Tatsächlich müssen wir auch nicht immer alles mitteilen, was in unserem Kopf so vor sich geht.

Pause bedeutet Pause

Keiner kann sich den ganzen Tag und ohne Pause voll konzentrieren und dann auch noch eine fantastische Leistung abliefern. Müssen wir auch gar nicht, denn zum Runterkommen können wir ja jederzeit eine Pause machen.
Aber Vorsicht: Pause bedeutet nicht beim schnellen Mittagessen mal eben die Emails zu checken oder beim kleinen Spaziergang noch schnell die verpassten Anrufe vom Vormittag abzuarbeiten. Erleb deine Pausen am besten ohne digitale Beschallung, To-Do-Listen und Arbeits-Stress. So kannst du im Anschluss wieder voller Elan in dein Business einsteigen. Tatsächlich ist eine gute Pausenlänge ca. 30 min. Mach lieber noch ein zwei weitere Atempausen am Nachmittag. Am Ende kannst du es ja aber eh selbst entscheiden.

Stille Arbeitszeit

Die Bürotür steht immer offen, das Handy ist immer auf Empfang und Du hast grundsätzlich ein offenes Ohr für die Anliegen und Themen der Anderen? Das ist natürlich großartig – für die Anderen. Denn dir rauben ständige Unterbrechungen die Konzentration und kosten dich Zeit.
Kommuniziere ganz klar Stille Zeiten in denen du nicht gestört werden willst. Das kann eine automatische Nachricht auf dem Telefon sein, deine geschlossene Bürotür oder auch eine automatische Email-Antwort. Schaff dir Raum und Zeit für Kreativität und konzentriertes Arbeiten.

Pack deine Woche nicht zu voll

Ja wir wollen immer möglichst viel schaffen, denn alles was wir diese Woche auf die Reihe bekommen, ist erledigt und liegt nicht wie ein Stein in der nächsten Woche.
Wenn ihr aber merkt, dass ihr grundsätzlich von Termin zu Termin hetzt, schon gar nicht mehr wisst wie sich eine Mittagspause anfühlt und trotzdem ein Stapel Arbeit am Freitag Nachmittag übrig ist, dann ist die Woche eindeutig zu voll.

Es gibt einige kluge Regeln aus dem Zeitmanagement:
1. Verplane grundsätzlich nur 60% deiner Wochenarbeitszeit und lass die übrigen 40% als Puffer für Unvorhergesehenes, Ungeplantes und gerne auch spontane Freizeit und Atempausen
2. Ja sagen, wenn nötig und nein sagen, wenn möglich: klingt hart, ist aber für dich elementar wichtig, denn deine Arbeit kannst du auch nicht einfach an den Nächsten abgeben, übernimm also auch nicht grundsätzlich noch mehr Arbeit, von der du eh schon genug hast
3. Setze dir realistische Wochenziele: Wenn du dir deinen Wochenplan anschaust und Schnappatmung bekommst, muss was raus! Bewerte deine Aufgaben: sind sie dringend und müssen sofort erledigt werden oder kannst du einen Termin setzen . Und vor allem: sind die Aufgaben für dich und dein Business wichtig oder eher nicht, wenn nicht: Ab damit in den Papierkorb!

Eine Atempause lässt deine Gedanken besser fließen
Gib deinem Kopf auch einmal die Möglichkeit, dass deine Gedanken die Richtung wechseln können und nicht immer nur in Terminen, Verpflichtungen, Meetings und To-Dos denken.
Und deine Mitmenschen schaffen das auch einmal ohne viele Worte und ständige Kommunikation.

Ja ich weiß, als „kommunikativer Wasserfall" bin ich dafür nicht gerade ein gutes Beispiel, aber ich übe mich darin und nur dann werden wir besser.

In diesem Sinne: Gute Gedanken, starke Ideen und gewinnbringende Gespräche!