Die komatöse Kommunikateuse

So langsam werden die Augen schwer und deine Konzentration hat sich auch schon vor einiger Zeit verabschiedet, aber sie redet immer weiter - ohne Punkt und Komma - wie ein Wasserfall. Und du willst sie nicht vor den Kopf stoßen, indem du sie unsensibel unterbricht. Und dann fällt es dir wie Schuppen von den Augen: Oh Gott bin ich vielleicht manchmal auch so? Und plötzlich fallen dir so einige Situationen ein, in denen dich dein Gesprächspartner genauso angeschaut hat wie du gerade eben dein Gegenüber.

Keine Sorge: Komatöse Kommunikation ist behandelbar
Heilbar hingegen nicht - das wäre ja auch furchtbar. Wie würden wir sie vermissen: die Quatschtanten und Quassel-Lieseln, die Labertaschen und Schnatterweiber, die Dauerquatscher, Ratschkatteln und Laberheinis.
Aber Kommunikation kann trotzdem klar, deutlich und zielgerichtet sein. Das wir ab und an mal vom Thema abweichen und den Roten Faden links liegen lassen, lockert steife Gespräche auf und entkrampft Diskussionen, die sich im Kreis drehen.

Hol mal Luft und zähl bis drei

Gerade wenn du gerne ohne Unterbrechung all deine Ideen und Themen teilen willst, ist es wichtig, nicht erst zu warten, bis dich dein Gesprächspartner aus lauter Verzweiflung unterbricht. Hol tief Luft und schau deinem Gegenüber einmal tief in die Augen, stell eine Frage oder frag nach der Meinung. Schließlich willst du ein Gespräch führen und keinen Monolog oder? Denn dafür müsste dir ja auch keiner gegenüber sitzen. Das kannst du super zu Hause mit deiner Schildkröte machen, wenn du ein dringendes Monolog-Bedürfnis hast.

Lass Denkpausen zu
Manchmal überschlagen sich die Gedanken und wir wollen alles auf einmal erzählen. Fakt ist, nicht selten sind unsere Zuhörer überfordert, wenn wir wild von einem Thema ins nächste springen und vom Hundertsten ins Tausendste kommen.
Ein guter Indikator für zu schnelles Sprechen und zu viel Inhalt? Wenn dich dein Gegenüber anschaut wie ein Hamster, der vom Blitz getroffen wurde, ist es an der Zeit die Geschwindigkeit etwas herunter zu fahren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Wenn du willst, dass deine Zuhörer und Gesprächspartner Fragen stellen, mit dir ins Gespräch kommen oder diskutieren, musst du sie mitnehmen.

Hol deine Gesprächspartner ab und nimm sie mit auf deine kommunikative Reise
Bevor du dich in dein Thema stürzt und wild drauflos stürmst, schau deinem Gegenüber kurz tief in die Augen. Er oder sie steht vielleicht nicht so im Thema oder braucht einfach noch etwas extra Info. Hol deinen Gesprächspartner ab und nimm ihn mit, indem einige Infos zum Thema gibst und den aktuellen Stand skizziert. Kopfnicken und aufmerksamer Blick signalisieren, dass dir dein Zuhörer folgen kann und versteht worüber du gerade sprichst.

Denk immer daran: Du bist für deine Kommunikation verantwortlich!
Es ist völlig egal, ob du einen Sachverhalt in der Art und Weise gut verstehen kannst, wie du ihn darstellt. Du willst es schließlich deinem Gesprächspartner erklären, ihn überzeugen und für dich gewinnen. Also ist es auch deine Verantwortung es verständlich, klar und deutlich auszudrücken. Streiche Floskeln aus deinem Wortschatz wie "Du willst mich ja gar nicht verstehen!" Nein, in diesem Fall ist es an dir für Verständnis und Verständigung sorgen.

Und das Wichtigste?

Hab Spaß bei deiner Kommunikation!
Mit einem Lachen geht vieles leichter!
Nicht nur die Worte zählen, sondern auch das, was wir ohne Worte sagen!
Wenn dir etwas unklar ist, frag nach!
Wenn du etwas brauchst, bitte darum!
Wenn dich etwas stört, sprich es aus!
Dann klappt es bestimmt mit der Kommunikation und der kommunikative Wasserfall zeigt Persönlichkeit und weckt Sympathie!